Content Marketing: Bist du Blogger oder schon Storyteller?

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

In der heutigen Zeit ist es einfach. Jeder kann bloggen und morgen anfangen zu schreiben. Zahlreiche Blog-Strategien und -Technologien haben uns weiter vom Ursprung entfernt – dem Storytelling. Vielen Bloggern fällt es schwer, interessante Geschichten zu erzählen, doch genau dieser Aspekt ist oft die fehlende Zutat im Content Marketing.

Content Marketing | Tintenherz

Content Marketing | Tintenherz

Blogger konzentrieren sich oftmals zu sehr auf Informationen und Fakten. Sie nehmen ihre Umwelt nicht mehr wahr, erleben nicht mehr, sondern schreiben in ein leeres Word Dokument. Das erweckt keine Gefühle und begeistert nicht.

Unsere virtuellen Blogs sind mehr zu  Dramen geworden und sind nicht länger wie spannende Abenteuerbücher, die positive Emotionen erregen.

Was ist also der Unterschied zwischen einem Blogger und einem Storyteller?

Sind es nicht beides einfach Modewörter, die wir gar nicht mehr konkret definieren können? Für mich gibt es durchaus noch einen Unterschied und ich verbinde mit einem Storyteller jemanden, der mir sein Gefühl direkt übermitteln kann. Solch ein Autor lässt mich spüren, was er spürt.

Das erinnert mich sehr an die Bücher von Cornelia Funke. Diese habe ich als Kind geliebt und konnte mit ihr in die Welt von Tintenherz abtauchen. Cornelia Funke hat es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Anders als ein Blogger bewegt ein Storyteller seine Leser und löst etwas in ihnen aus.

Storytelling | Tintenherz
Bist du Blogger oder schon Storyteller?

Wie du zum Storyteller wirst

Die richtige Struktur

Die Einteilung eines Artikels ist ausschlaggebend dafür, welche Art von Emotionen ich auslösen möchte. Bereits mein Kinderbuch von Cornelia Funke hat diese Grundsätze verwendet. Jede gute Geschichte muss einen Anfang, einen Mittelpart und ein Ende haben.

Sicherlich kennen viele aus der Schule noch die Einteilung von Geschichten und somit die Festlegung des Höhepunktes. Auch in der heutigen Zeit werden „Stories“ so geschrieben. Das ändert auch nicht das digitale Format. Jede Geschichte kann so kurz oder lang sein wie du möchtest, aber sie muss diese Schritte beinhalten. Genau das kann man zum Beispiel in Kunden-Fallbeispielen verwenden.

Spannung aufzubauen und diese 3 Teile in die Geschichte mit einzubeziehen, sollte jedem Blogger gelingen. Nur so verbindet man sich mit seinen Lesern und gibt Gefühle weiter. Ich weiß: Das klingt einfach und doch machen es so wenige!

Bist du kontrovers?

Eine andere Ansicht haben als andere zu haben, ist völlig in Ordnung und beim Storytelling gewollt. Nur dann löst man etwas in anderen aus und erweckt Interesse und Emotionen. Eine ähnliche Situation habe ich letztens selbst erlebt. Nachdem mein Artikel: „Vorsicht, Rabatte – Wie günstige Preise der Marke schaden“ veröffentlicht wurde, gab es sehr viele Reaktionen auf meine dargestellte Meinung und Geschichte. In diesem Artikel habe ich versucht, meine Erfahrungen mit Rabatten im Einzelhandel und IT-Bereich darzulegen und mich gegen deren Einsatz ausgesprochen. Ich habe also für etwas Stellung bezogen und eine Geschichte entwickelt. Das hat andere aufgeregt oder andere gefreut, die der gleichen Meinung waren.

Inken Kuhlmann | t3n

Inken-Kuhlmann | t3n

Was heißt das für unser Storytelling? Wir nehmen nur Dinge wahr, die herausstechen und anders sind. Deshalb sollte unser Ziel sein, unsere Leser zu bewegen und zu einer Handlung aufzurufen. Kontroverse Artikel entfachen Anspannung und das ist auch gut so. Ein Storyteller lebt von den Emotionen, die er in seinen Lesern auslöst.

Storyteller wecken Emotionen und regen uns an, Stellung zu etwas zu nehmen. Ein Blogger hingegen ist oftmals mechanischer, mehr auf Keywords konzentriert und hat keinerlei Elemente einer Story in seinen „Posts“.  Oft sind diese Artikel monoton und schaffen es nicht, unsere rechte Gehirnhälfte anzusprechen.

Hat deine Geschichte Persönlichkeit?

Wir sind Menschen und deshalb können wir uns gut mit anderen Menschen identifizieren. Wir können deren Gefühle nachvollziehen und finden es interessanter, wenn Geschichten von anderen handeln. Genau das versuchen Storyteller zu berücksichtigen, um Informationen relevant zu machen.

Sobald wir einem Objekt/Tier menschliche Charakteristika geben, empfinden wir Mitgefühl und können uns mit diesem identifizieren. Dieser Aspekt sollte im Storytelling ganz klar berücksichtig werden, denn nur so wird die Story lebendig.

Ein guter Schreiber findet einen Weg, abstrakte Konzepte in etwas Inspirierendes umzuwandeln und löst so Emotionen aus. Wer hat als Kind nicht schon einmal davon geträumt, Superkräfte zu haben und überall hinfliegen zu können? Wonach Leser suchen, ist die Verbindung und Persönlichkeit. Ohne dieses Element wird der eigene Blog immer fad bleiben.

Von was fühlst du dich bewegt? Warum hat es dich bewegt? Denke über diese Schritte nach und auch dann wirst du ein guter Storyteller und Content Marketer!

Im Crispy Content Marketing Blog gibt es weitere Artikel zum Thema Storytelling:

Ben Harmanus: Packendes Content Marketing mit Storytelling (6 Videobeispiele)

Karsten Köhler: Selbst-Test: Erzählst du an deiner Content Marketing Persona vorbei?

Autorin:

Inken Kuhlmann| HubSpotInken Kuhlmann ist die erste deutsche Marketerin bei HubSpot. Bei dem Software-Unternehmen leitet sie das Marketing der DACH-Region. Inken betreut den deutschen Blog von HubSpot und beschäftigt sich täglich damit, das Thema Inbound Marketing in Deutschland weiter zu verbreiten.