Wie Content Curation das Content Marketing verändert

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Der Begriff Content Curation wird seit einigen Jahren von vielen benutzt, von wenigen angewandt. Dabei versteckt sich ein schlummernder Riese hinter diesem Prinzip der Kommunikation, mit dem Marketer und Redakteure bei richtigem Verständnis jede Menge Power in die Hand bekommen. Zeit, um Licht ins Dunkel zu bringen und die Strahlkraft kuratierter Inhalte zu beleuchten.

Content Marketing und Content Curation

(Foto: JD Hancock, CC BY 2.0)

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Content Curation?

Nehmen wir an, Sie lieben Playlisten auf Spotify. Am liebsten hören Sie diese, wenn Sie im Fitnessstudio sind. Dazu passt natürlich kein tieftrauriges Bob Dylan-Album mit Akustikgitarre und Gesang, es muss „mehr nach vorne“ gehen. Zum Glück sind Sie nicht alleine bei Spotify und bereits vor Ihnen haben es andere vollbracht: Sie legten Playlisten zum Thema Fitness an und teilen diese nun gerne mit Ihnen. Fertig ist die Content Curation.

Playlist von Spotify

(Quelle: Screenshot Playlist Spotify, Stand 06.03.2015)

Es geht also nicht nur um das Teilen von Inhalten, sondern auch dem „Sammeln“ zu einem bestimmten Themenfokus. Bei der Playlist wäre das „Fitness“ oder „Sport“. Hierfür werden fremde Inhalte (Songs von Musikern) aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, in einen Zusammenhang gebracht und geordnet.

Was dabei relevant ist, ist die Tatsache, Inhalte zu teilen, die einem selbst, aber auch den anderen Nutzer gefallen können. Diesen Content gilt es zu identifizieren, zu analysieren und herauszufinden, worin die Relevanz genau besteht. Beim Publizieren sollte man anschließend auf die Form der Kommunikation achten, da man sich als „Experte“ auf einem Gebiet zeigt und deswegen die Tonalität oder schlicht das Vermarktungsprinzip an die Zielgruppe anpassen muss.

Warum Content Curation für Unternehmen und Marken wichtig ist

Es ist nicht so, dass Content Curation ein vollkommen neues Prinzip für die Content Marketing Strategie ist, ganz und gar nicht. Lange vor der Erfindung von Suchmaschinen wurden interessante Inhalte zu einem bestimmten Thema meist in Foren oder Newsgroups platziert. Heute wiederum besteht das Internet aus solch einer gigantischen Informationsflut, dass es ebenso hilfreich wie damals ist, wenn jemand diese Informationen nach Relevanz filtert.

Warum dies für Unternehmen und Marken interessant sein kann, ergibt spätestens dann Sinn, wenn man sich für ein paar Augenblicke von der üblichen monothematischen PR-Denkweise entfernt. Dank des Umdenkens in der Vermarktungsstrategie von reinen Werbebotschaften hin zu Content-Konzepten, bei denen der Kunde wieder in den Mittelpunkt des Interesses rückt, ist Kuratieren ein ebenso notweniger Schritt.

Worin besteht das Kuratieren aber: Kunden sind schon lange nicht mehr One-Brand-driven, sondern wollen vollständig informiert werden. Haben sie z.B. eine Frage zum Thema Outdoor-Urlaub, gehen sie nicht direkt zu einer Marke, die passende Produkte führt, sondern erkundigen sich über Websites, die Inhalte verschiedener Quellen zu diesem Thema bündeln.

Damit ihnen an dieser Stelle die Kunden nicht verloren gehen, wäre es nicht im Sinne ihrer Content Strategie, nur Informationen zum eigenen Produkt bereitzuhalten, sondern einen breitangelegten Inhalte-Mix zu präsentieren, der das Gesamtthema behandelt. Sehr schön macht dies z.B. das IQ-Magazin von Intel:

IQ – Magazin von Intel

(Quelle: Screenshot Homepage Intel Magazin, Stand 09.03.2015)

Entlastung und Reichweiten-Zugewinn mit Hilfe fremder Inhalte – zwei Argumente für Ihre Geschäftsführung

Zugegeben, diese Strategie der Geschäftsführung zu verkaufen, scheint nicht einfach. Oft wird durch Content Curation ein direkter Bezug zu einem Marktbegleiter hergestellt und trotzdem gibt es zwei Argumente, die für eine solche Strategie sprechen:

Einerseits die Argumentation, dass es naiv ist zu glauben, Konsumenten könnten sich nicht auch ohne Ihre Expertise bei der Konkurrenz informieren und zweitens, wirken Ihre eigenen Inhalte in einem kuratierten Themen-Mix weniger wie Werbung, sondern eher wie eine Empfehlung.

Positiver Nebeneffekt: Ein kuratierter Themen-Mix, der die Interessen der User in den Mittelpunkt rückt, ist viel leichter in der Lage, eine hohe Reichweite zu erzielen, als die eigenen Themen es alleine könnten.

Die Entlastung liegt somit zweifach auf der Hand. Sie findet zum einen damit statt, dass fremde Inhalte ihre eigene Content-Strategie nachhaltig beflügeln. Auf der anderen Seite können Sie Ihre bereits vorhandenen Inhalte immer wieder recyceln und bei passenden Themen zwei- bis dreifach verwerten. Wichtig ist hierfür ein regelmäßiges und thematisches Marktscreening, dass an den eigenen Content angepasst wird.

Fazit: Experten-Status und höhere Reichweite durch Content Curation

Wer Content Curation ohne Scheuklappen betreibt, kann sich zu einem Experten auf mehreren Gebieten hinaufschrauben. Wenn die Expertise beim Kunden das Vertrauen weckt, wird die Reichweite des eigenen Content langfristig erhöht, da der Nutzer wiederkehrt und Ihre Inhalte im Idealfall streut. Zudem werben sie damit nicht länger nur für Ihr Produkt, Sie empfehlen es. Gerade der Intel-Blog zeigt, dass die eigene Marke durch die Power dieses Prinzips an Stärke hinzugewinnen kann – und eben nicht verwässert wird.

Content Curation ist vitaler Bestandteil von „Content Marketing Excellence“. Wir haben Ihr Interesse geweckt? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

 


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Gründer & CEO

Gerrit Grunert

Gerrit Grunert ist Gründer und CEO von Crispy Content. Immer unter Strom steckt er voller kreativer Ideen und infiziert damit seine Umgebung. Diese explosive Mischung weiß Gerrit sowohl im Job, als auch in der Freizeit optimal zu nutzen: Während er seit seiner Jugend daran arbeitet, der schnellste Gitarrist der Welt zu werden oder in Radrennen seine Ausdauer testet, zettelt er im Crispy Office die Revolution des Content Marketings an.Unser Team