5 Gründe für Personaler, Inbound Marketing zu betreiben

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Es geht um mehr als nur Stellenausschreibungen. Es geht um Karrieren. Es geht um Gehälter, die Unternehmen alljährlich dem Gesamtumsatz gegenüberstellen müssen – zwei Betrachtungsweisen, beide richtig. Schließlich sprechen wir in diesem Zusammenhang von einem finanziellen Arbeitgeberaufwand, der vom zukünftigen Angestellten dauerhaft mit einem erwirtschafteten Gewinn querfinanziert werden muss. Bei solch hohen Investitionen in den Arbeitnehmer sollte von Beginn an nichts dem Zufall überlassen werden.

Content Marketing im Personalmanagement

(Foto: Greg Bate, CC BY-NC-ND 2.0)

Unternehmenswerte, -strategien und -visionen nach außen hin darzustellen, gehört zum Daily Business im Human-Ressources-Bereich. Ob eRecruiting, Employer Branding oder auch der War for Talents, im Job des HR Managers gilt es täglich neue Herausforderungen zu meistern. Bislang geschieht dies meist auf dem Wege der Social-Media-Kommunikation, was gut ist, aber nicht allein für einen erfolgreichen Conversion Funnel ausreicht. Deswegen befassen wir uns in unseren Branchencheck mit der Frage, welchen Stellenwert Inbound Marketing dabei einnimmt. Setzen Sie auf Inhalte, die für die Zielgruppe und den Bewerber von morgen nützlich und relevant sind, um so deren Aufmerksamkeit zu erlangen?

Die Frage nach der Relevanz von Inbound Marketing in HR-Abteilungen

Gerade im Bereich des Employer Branding gab es in den vergangenen Jahren einen unheimlichen Boost. Dabei überzeugte die Deutsche Bahn AG mit einer ausgeklügelten Content-Strategie. Die Inhalte, die sie vermittelten, wurden so aufbereitet, dass sie sowohl die aktuellen Mitarbeiter als auch die zukünftigen Angestellten erreichten. „Kein Job wie jeder andere“ lautete das Motto der Kampgange und versuchte den Empfänger über seine Interessen hin abzuholen:

Content Marketing der Deutschen Bahn

(Quelle: Screenshot Deutsche Bahn AG, Stand 05.03.2015, Terms of use)

Hier zeigt sich der Kommunikationsmix sehr schön, denn nicht nur über ein Karriereportal wurde die Kampagne ausgerollt: Die Social-Web-Auftritte sowie der Unternehmensblog wurden ebenso angepasst und über die digitalen Medien hinaus wurde der zugehörige Spot in Fernsehen und Rundfunk gestreut.

Kurzum, die Inhalte, die die Deutsche Bahn AG hiermit kommunizieren wollte, wurden über alle Kanäle hinweg so aufbereitet, dass der Empfänger nicht per Werbemaßnahme, sondern über seine Interessen darauf aufmerksam wurde. Die Initiatoren betrieben perfektes Inbound Marketing, da sie nicht einfach nur werbliche Botschaften hinausschickten, sondern ihre Stärken mit den Interessen und Wünschen des potentiell Interessierten abstimmten.

Long Tail statt Short Term Effect: Der Zeitaufwand ist nur vordergründig einer

Zugegeben, der Zeitaufwand für die Konzeption und Erstellung einer solchen 360-Grad-Kampagne ist hoch. Den Aufwand in Kauf zu nehmen, scheint aber ohne vergleichbar sinnvolle Alternative – worum geht es denn schließlich im Human Ressource Bereich, wenn nicht darum, die aktuellen und kommenden Mitarbeiter langfristig zu binden?

Dafür sollte jeder HR Manager sich die entscheidende Frage stellen:

Welche Inhalte will ich an welche Zielgruppen mit welchen Medien vermitteln?

Meist werden die Antworten nur kurzfristig gesucht und vakante Stellen allein im Sinne von: „Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt…“ übermittelt. Dieses Prinzip schafft keine Begehrlichkeiten, die Bewerber idealerweise an Unternehmen haben sollten. Schließlich bringen sie eine Reihe von Interessen mit, das fachliche Knowhow sowieso und sollten am Ende ebenso daran interessiert sein, sich selbst im Job zu verwirklichen als auch die Firma, in der sie tätig sind, langfristig zu Erfolgen zu führen.

Unternehmensidentifikation zur richtigen Zeit schaffen

Nehmen wir das Beispiel Facebook. Hier bieten Unternehmen immer öfter Karriereseiten an, in denen sie sich als Arbeitgeber präsentieren. Dabei ist es alleine schon wichtig – noch bevor etwas gepostet wird – zu wissen, zu welchem Zeitpunkt überhaupt der Post rausgeschickt werden sollte. Cleveres Inbound Marketing funktioniert wie ein Uhrwerk.

Die Grafik verdeutlicht die „zeitlichen Todeszonen“, in denen Ihr Content die Nutzer zum Beispiel nur schwer erreichen kann:

Posting Dead Zones

(Quelle: Sumall / gefunden bei Björn Tantau, Stand 05.03.2015, Terms of use)

Daher ist es wichtig einen Content-Plan zu haben und nicht der Überzeugung zu sein, nur weil man gerade selbst online ist, wäre der Rest der Welt es auch. Wer kluges Inbound Marketing betreibt, wird dies schnell einsehen und nicht nur seine Inhalte so aufbereiten, dass sie passend zu den Interessen der möglich Bewerber kommuniziert werden, sondern auch zu deren Nutzungsverhalten.

5 Gründe für Human Ressource Manager Inbound Marketing zu betreiben

Inbound Marketing steckt auch in der Human-Ressource-Branche noch in den Kinderschuhen und es gibt eine Reihe von Gründen, selbst eine Strategie zu entwickeln.

1. Stärkung der Arbeitgeber-Attraktivität: Sie haben bereits ein Image. Nun sollte es darum gehen, dies auch der Welt da draußen zu vermitteln und Imagebildung geschieht am glaubwürdigsten, wenn Sie nicht über Werbebotschaften, sondern durch Inhalte vollzogen wird.

2. Mitarbeiterbindung & Vernetzung: Die Mitarbeiter, die Sie damit bereits erreicht haben und die Ihr Unternehmen bereichern, sollten langfristig gebunden werden. Über eine transparente Blog-Kommunikation mit Artikeln und Erfolgsmeldungen oder via Social Media ist dies möglich und sorgt im Idealfall dafür, dass „Stolz“ auf das eigene Unternehmen entsteht.

3. Steigerung der Bekanntheit als Arbeitgeber: Machen Sie aus Ihren Mitarbeitern Markenbotschafter Ihres Unternehmens. Wer zufrieden mit seinem Job ist, kommuniziert dies gerne und erreicht damit direkt Menschen, die Ihnen Ihre Aufmerksamkeit schenken.

4. Zielgruppengerechte Inhalte und Ansprachen: Überlegen Sie sich, mit wem Sie über was kommunizieren wollen. Wer ist die Zielgruppe Ihres Unternehmens und an welche Inhalte ist diese interessiert? Eine Analyse der Facebook- oder Twitter-Page, die Sie als HR-Abteilung betreuen, kann über Inhalte und Tonalität Aufschluss bringen.

5. Anstieg qualifizierter Bewerbungen: Letztlich eine von vielen Kernaufgaben eines jeden HR Managers: qualifizierte Mitarbeiter finden, die das eigene Unternehmen bereichern. Ein Anstieg bei den Interessenten Ihres Angebots bedeutet im besten Fall auch eine höhere Reichweite im Bereich möglicher Bewerber. Schließlich kann jeder jederzeit eine neue Herausforderung suchen.

Welche Inbound-Marketing-Strategie die richtige ist, hängt vom Unternehmen, seinen internen Zielen und der Zielgruppe ab. Keine Strategie funktioniert für alle gleich. Darin liegt die Herausforderung. Die oben aufgeführten fünf Argumente zeigen, dass es für Human Ressource Manager höchste Zeit ist, eine solche Strategie zu entwickeln – oder dafür Profis zu beauftragen.

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5 Gründe für Personaler, Inbound Marketing zu betreiben

Gründer & CEO

Gerrit Grunert

Gerrit Grunert ist Gründer und CEO von Crispy Content. Immer unter Strom steckt er voller kreativer Ideen und infiziert damit seine Umgebung. Diese explosive Mischung weiß Gerrit sowohl im Job, als auch in der Freizeit optimal zu nutzen: Während er seit seiner Jugend daran arbeitet, der schnellste Gitarrist der Welt zu werden oder in Radrennen seine Ausdauer testet, zettelt er im Crispy Office die Revolution des Content Marketings an.Unser Team