Kann guter Content günstig sein?

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Es ist zugegeben äußerst verlockend, günstige Texte mit vielen Keywords einzukaufen. Agenturen bieten Ihnen Preise von rund einem Cent je Wort an. Wenn Sie sich auf solche vermeintlichen Schnäppchen einlassen, hoffen Sie, dass dabei getreu dem Motto „Masse statt Klasse“ eine gute Position im Google-Ranking herausspringt. Schließlich verfügen Sie für kleines Geld schlagartig über jede Menge relevante Keywords. Das ist allerdings nicht immer sinnvoll: denn schlechte Texte können im Content Marketing schnell nach hinten losgehen. Wann sollten Sie die Finger von Ramsch-Texten lassen – und wann machen günstige Lösungen Sinn?

Qualität im Content Marketing hat ihren Preis

SEO ist Mittel zum Zweck

SEO ist kein Selbstzweck. Kurzfristige Anreize und Bewertungen können dazu führen, dass Sie den SEO-Erfolg im Rahmen Ihrer Content Strategie falsch einschätzen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Sie die Arbeit von Agenturen und internen Mitarbeitern ausschließlich anhand des Page-Ranks bewerten und belohnen. Denken Sie daran: Content Marketing bedeutet nicht, um jeden Preis ein gutes Google-Ranking zu erzielen.

Content Marketing generiert Umsätze und bindet Kunden

Schließlich dient Ihr Content einem übergeordneten Business Goal: der Umsatzsteigerung durch neue Kunden und Kundenbindung. Keine Frage, ein hoher Page Rank spielt in diesem Prozess eine wichtige Rolle, ist aber per se nicht das Ziel Ihrer Marketing Strategie. Inwiefern Sie durch Content Marketing Ihre Umsätze steigern, hängt daher von zwei wesentlichen Fragen ab:

1. Page Rank

Wie hoch ranken Sie bei der Eingabe relevanter Keywords in den wichtigen Suchmaschinen? Erscheinen Ihre Webseiten aufgrund ihres SEO-optimierten Contents weit oben, besuchen potenzielle Kunden Ihre Webseiten.

2. Mehrwert

Steigert es Ihren Umsatz, wenn potenzielle Kunden Ihre Texte lesen? Beschreiben Sie beispielsweise Ihre Produkte so präzise, dass Sie Besucher zum Kauf motivieren? Und informieren Sie Experten in Ihrer Branche über so relevante Themen, dass diese von alleine auf Ihre Website zurückkehren? Die Qualität Ihres Contents entscheidet darüber, ob aus mehr Besuchern auch mehr Kunden und höhere Umsätze resultieren.

Die Formel für Ihre Content Marketing Strategie

In einer etwas vereinfachten Formel lässt sich der Erfolg Ihres Content Marketings in etwa wie folgt beschreiben: Klicks * [Conversion Rate + Kundenbindung]. Messen können Sie das anhand von verschiedenen Metriken. Bauen Sie beispielsweise schrittweise „Call to Action“-Elemente in Ihren Content ein und werten Sie die durchschnittliche Conversion Rate aus.

Doch die Frage ist: Erfüllt billiger Content mit geringer Qualität diese Funktionen? Seit Google Panda straft Google u.a. Keyword-Spamming ab. Dennoch mag es in einigen Fällen gelingen, auch mit recht günstig eingekauften Inhalten einen guten Page Rank zu erhalten. Der zweite Punkt ist schwieriger zu bewerten: Schlechter Content wirkt unseriös und erweckt kein Vertrauen in die angebotenen Produkte. Ein Mindestmaß an Qualität muss daher immer gewährleistet sein. Ansonsten bringt auch der beste Page Rank keinen Cent. Nachfolgend analysieren wir, wann Sie ein besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität legen sollten und wann sich günstigere Varianten auszahlen.

Ihre Content Strategie orientiert sich an Ihrer Zielgruppe, Ihrer Branche und Ihrem Format

Um zu beurteilen, inwiefern auch für vergleichsweise wenig Geld eingekaufte Texte zielführend sind, sollten Sie sich vorab drei wesentliche Fragen stellen:

  • Vertreiben Sie ein B2C- oder ein B2B-Produkt?
  • Richten Sie sich an Laien oder an Experten
  • Für welches Format sind Ihre Texte vorgesehen? Handelt es sich beispielsweise um eine Produktbeschreibung oder um einen Blog-Beitrag?

1. B2B vs. B2C

In vielen Branchen ist im B2B-Bereich die inhaltliche Qualität Ihrer Texte wichtiger als im B2C-Bereich. Rechtschreibfehler und inhaltliche Ungenauigkeiten können gerade in konservativen Branchen Ihr Image beschädigen.

2. Experten vs. Laien

Der Hinweis im ersten Punkt hängt auch damit zusammen, dass Sie im B2B häufiger Experten ansprechen. Sind Ihre Inhalte unpräzise oder gar falsch, fällt dies häufiger auf als in Fällen, in denen Sie es mit Laien zu tun haben. Auch reißerische Überschriften oder Übertreibungen (Clickbaiting) können zwar zu einigen Klicks führen, gerade Experten entlarven solche Bluffs aber schnell.

3. Produktbeschreibung vs. Fachbeitrag

Möchten Sie ausgehend von bestehenden Daten, Fakten und Informationen Ihre Produkte beschreiben, sind die Preise dafür niedriger als für einen Blog-Post, mit dem Sie sich als Experte in einer Nische positionieren möchten. Falls Sie sich dazu entscheiden, Produktbeschreibungen günstig einzukaufen, sollte allerdings eine Person Korrektur lesen, die mit den Funktionen Ihrer Produkten vertraut ist. Denken Sie daran, dass meist fachfremde Texter günstig eingekauften Content produzieren.

Übersicht zur Content-Qualität

Je mehr Sie sich an Experten richten, desto höher muss auch die Qualität sein. Erreichen Sie mit minderwertigen Inhalten einen hohen Page Rank, kann dies sogar dazu führen, dass Sie zwar mehr Besucher, letztendlich aber weniger Kunden haben. In einigen Branchen spricht es sich schließlich schnell herum, wenn Sie unseriöse Inhalte kommunizieren. Diese beschädigen dann Ihre Reputation.Wann sollten Sie nicht am Content sparen?

Damit Sie von Beginn an vermeiden, den Holzweg im Content Marketing einzuschlagen:

 


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