In 6 Schritten zum erfolgreichen Content-Marketing-Kreislauf

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Content Marketing ist kein Hexenwerk. Du veröffentlichst auf deiner Website Inhalte, die für deine potentiellen Kunden interessant sind. Natürlich kostenlos zugänglich. Es steigen der Traffic und auch die Brand Awareness – und dadurch werden dann mehr Produkte verkauft. Ganz so einfach ist es natürlich nicht.

Crispy Content | The Content Marketing Cycle

Crispy Content | The Content Marketing Cycle

Für den langfristigen Content-Marketing-Erfolg ist es notwendig den Content-Marketing-Kreislauf aufrecht zu erhalten. Verfolgst du hier keine ausgearbeitete Content-Strategie, kann selbst qualitativ hochwertiger Content aus dem Kreis ausbrechen und das Ziel verfehlen.

Diese 6 Schritte helfen dir, deinen eigenen Content-Marketing-Kreislauf zu entwickeln:

1. Content Planning

Beginne mit einer Zielgruppen-Analyse. Was weißt du über die Bedürfnisse deiner Zielgruppe? Trage alles zusammen, was du an Informationen über deine bestehenden Kunden und potentielle Interessenten weißt. Personas, sehr genaue Zielpersonen-Profile, sind hilfreich, um den Kunden tatsächlich vor Augen zu haben. Lege dann fest, welche KPIs dein Content Marketing verfolgt. Möchtest du die Nutzerzahlen für einen (bislang) kostenfreien Online-Dienst steigern oder wird der Erfolg an Kaufabschlüssen gemessen?

Persona | Webcredible.co.uk
Crispy Content | Webcredible.co.uk Persona

2. Content Research

Jetzt hast du ein Bild deiner Zielgruppe und musst herausfinden, wo genau sich diese im Internet aufhält. Untersuche die Suchmaschinen-Rankings der Mitbewerber und analysiere, auf welche wertvollen Keywords sie gut ranken. Mit welchem Content erreichen sie die Top-Rankings und wie oft werden neue Blog-Posts veröffentlicht? Nutze den Google Keyword Planner, um herauszufinden wie viele User ein Keyword suchen.

Dein Shop hat Turnschuhe im Portfolio? Die Suchanfrage „Turnschuhe“ erfolgt in Deutschland monatlich 8.100 mal. Für „Sportschuhe“ gehen jedoch im selben Zeitraum 14.400 Anfragen bei Google ein. Und das Keyword „Sneaker“ wird sogar 22.200 mal eingegeben. Vielleicht passt das Keyword „Sneaker“ sogar besser zu deiner jungen Zielgruppe. Go for it!

Google Keyword-Planer | Stand: 14.05.2014

Crispy Content | Google Keyword-Planer

Beachte: Ein höheres Suchvolumen bringt oft auch einen stärkeren Wettbewerb mit sich. Im Content Marketing kann es sich lohnen, auf Keywords mit einem geringeren Suchvolumen zu setzen und damit in einer Nische die Top-Position zu besetzen. Dafür eignen sich oftmals Sucheingaben, die sich aus mehreren Keywords zusammensetzen, die sogenannten „Longtail Keywords“.

Schaue genau hin, wenn du in den Sozialen Netzwerken vermeintlich erfolgreiche Mitbewerber unter die Lupe nimmst. Eine große Anzahl an Followern auf Facebook bringt nichts, wenn gleichzeitig keine Interaktion stattfindet. Welche Posts schaffen Dialoge? Welche Hashtags werden verwendet?

Hashtag Research auf Facebook
Crispy Content | Hashtag Sneakers

Lege deine Keywords für die Suchmaschinen-Optimierung und die Social-Media-Kanäle inklusive Hashtags fest.

3. Content Concept

Mit welchem Content gehst du auf die Bedürfnisse deiner potentiellen Kunden ein? In welchem Format werden diese Inhalte präsentiert? Wie du deine Story erzählst, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Kapazitäten dir im Hinblick auf Budget und Man-Power für dein Content Marketing zur Verfügung stehen.

Hier sind ein paar beliebte Content-Formate:

– Textinhalte in Form von Artikeln bzw. Blog Posts
Video-Content, z.B. hilfreiche Tutorial-Videos
– Bilder-Galerien
Infografiken oder Gifografiken
– E-Books
– E-Mail-Newsletter

Dein Content kann aus der Masse herausstechen, indem du Storytelling einsetzt. Mehr zu diesem Thema erfährst du in meinem Artikel „Erfolgreiches Content Marketing mit Storytelling“.

4. Content Production

Jetzt muss der Content-Produzent den Tone of Voice deiner Zielgruppe treffen. Es reicht nicht, dass deine Content-Strategie in Schriftform vorliegt, denn es kann z.B. nicht jeder Texter zu jedem Thema schreiben. Die Nutzer spüren, wenn sich der Verfasser nicht heimisch fühlt. Zudem solltest du vermeiden, dass dein Content nach übermäßiger Suchmaschinenoptimierung klingt. Sätze wie „Wir haben die neuesten Sneaker. Besuche unseren Sneaker-Store, um Sneaker in allen Farben anzuprobieren“ klingen, als wäre deine Zielgruppe schwer von Begriff. Deine Website-Besucher werden genervt abspringen und damit tust du deiner SEO und deinem Content Marketing keinen Gefallen. Schreibe für Menschen und benutze hin und wieder Synonyme. Ja, richtig. Jetzt dürfen die Turnschuhe doch noch auflaufen. Deine Leser werden es dir danken, indem sie deine Website immer wieder als interessante Informations- oder Unterhaltungsquelle ansteuern.

Sneaker sind eben auch Turnschuhe
Crispy Content | Sneakers

5. Content Seeding

Dieser Schritt wird im Content Marketing oftmals vernachlässigt. Es ist viel Arbeit in deinen Artikel geflossen und du bist einfach nur glücklich, wenn der Post in deinem Blog live geht. Mache jetzt nicht schlapp, denn dein Artikel muss gefunden werden. Dieser Schritt ist so wichtig wie die Content Production. Nutze deine Social Media Channels, um deine Inhalte im Netz zu verteilen, oder informiere deine Kunden über deinen E-Mail-Newsletter. Achte aber darauf, dass du jetzt nicht die bellende PR-Maschine anwirfst.

Wenn du wirklich etwas Nützliches produziert und richtig analysiert hast wo sich deine Zielgruppe aufhält, dann ist dir dein Publikum sicher. Läuft es richtig gut, teilen deine User deinen Content mit ihren Freunden und sorgen für die virale Verbreitung über Twitter, Google Plus oder Facebook.

Content Seeding via Twitter:

 
6. Content Analytics

Es ist kein Content Marketing, wenn du die Performance deiner publizierten Inhalte nicht analysierst. Und damit meine ich nicht, dass einfach nur dein Traffic wächst. Woher kommt der Traffic und entstehen dauerhafte Links zu deinen Pages? Wie lange verweilen die User auf deiner Website? Welche Inhalte deiner Website besuchen sie, nachdem sie deinen Artikel gelesen haben? Verliere deine vorher festgelegten Ziele nicht aus den Augen.

Zudem wirst du die Erfahrung machen, dass ein Artikel ein echter Volltreffer ist und ein anderer Blog-Post nur die Hälfte der Klicks generiert. Vergleiche die Artikel miteinander und lerne daraus. Die schwankende Performance deiner Inhalte ist nicht außergewöhnlich. Manchmal scheitert es einfach nur an einer Headline, die nicht zündet. Sei mutig, probiere verschiedene Ansätze aus. Meine „5 Tipps für einen erfolgreicheren Blog“ können dir dabei helfen, grundsätzliche Fehler schon am Anfang zu vermeiden.

Du hast deine erste Runde im Content-Marketing-Kreislauf hinter dir. Setze nun wieder bei Schritt 1 an. Nutze deine Erkenntnisse, um zum Beispiel Personas zu korrigieren oder das Keyword-Setup deiner Content-Strategie anzupassen.

Viel Erfolg!

Autor: Ben Harmanus